Walthari
 
 

Zum neuesten WALTHARI-Heft



 

Heft 57/2012


 29.  Jg. 
 56/2012



  ISSN 0930-0279         www.walthari.com 
     
          INHALT
     
    • Zu diesem Heft
    • WALTHARI-Rückblende
    • Sprachlos
    • Im Grund
    • Das Unsagbare als Provokation
    • Ungesagten und Unsagbaren bei Pindar
    • Das Unsagbare in Philosophie, Physik und Religion
    • Poetische Mitteilungsformen des Ungesagten und Unsagbaren
    • Unsagbares und Ungesagtes in Hölderlins Hyperion
    • Prozessuale Mitteilungsformen des Ungesagten und Unsagbaren 
    • Gefangen im Strich 
    • Triste Kultur- und Kunstbetriebsamkeit
    • Bisher erstelle Verzeichnisse
    • Texte zur Eurokrise
    • Tagebuchnotizen im Halbjahr des Staatstrojaners
    • Rezensionen
    • Namensverzeichnis
       

106 Seiten,  flexibler Einband
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Leseprobe

 

Zu diesem 57. Heft 

DAS UNSAGBARE ALS PROVOKATION

Das Unsagbare ist also der Urgrund, das magische Zentrum, um das alles Sagbare kreist, nicht allein in der Kunst und Literatur. Gute Wissenschaft sieht sich nicht weniger in der verzweifelten Lage, im Entzug gefangen zu sein. Ihre Beschreibungsinstru-mente sind an die Maßstäbe der Ratio gebunden. Die Ratio: Kö-nigin der Oberflächenvermessung. Wenn Physiker, diese streng-sten Wächter der Wissenschaft, auf Unbestimmbares stoßen, bitten sie bekanntlich Philosophen und auch Theologen um me-taphorische Benennungshilfe. Das ist bei Teilchenphysikern nicht anders als bei Astronomen und Ökonomen. Sobald sie vor Rätsel stehen, kleiden sie sich metaphorisch oder philosophisch ein. Das heißt, sie lassen ihren funktionalistischen Meßbetrieb hinter sich und wagen den Schritt von den Kategorien zu den Existenzialen (nach Martin Heidegger). Metaphorische Diskur-se (nach Hans Blumenberg) sind nämlich aus sprechenderem ›Holz‹ geschnitzt als empirische Protokolle. Nur philosophische Analysen können da mithalten (weshalb sich Philosophen nicht zu den üblichen Wissenschaftlern zählen). Weil alles Sagbare um das eine Unsagbare (den Grund) kreist, versucht die meta-phorische, d.h. uneigentliche Rede den Ahnungsgürtel zum Schwingen zu bringen. Diese und andere indirekte Verweisfor-men (Anspielungen, Referenzen, indizierte Leerstellen u.a.) ma-chen das Besondere der Literatur aus, mit dem sie das bloß Kunsthandwerkliche einer sprachlichen Eleganz (kunstvoller Satzbau, ausgefallene Wortwahl usw.) übersteigt. Erst dieser Sprung erzeugt jene anrührende, packende Atmosphäre, zu der Literatur fähig ist. Dabei klingt in gelungenen Sprachkörpern der unsichtbare Resonanzboden andeutungsvoll an. 

 



Sonderdruck 2010



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    Aus dem Inhalt

      1. ...
      2. Historische Schlüsseldaten
      3. Dramatischer Mentalitätswechsel und Sprachverlust
      4. Über den Einstigen Deutsch-Lothringer
      5. Im Lothringer Zipfel
      6. So nach – so fern
      7. Vergessene Lothringische Volkslieder
      8. Verblasste Residenzpracht an der Moselschleife
      9. Diedenhofen (Thionville)
    10. Benachteiligtes Lothringen
    11. Zweierlei Geschichtsschreibung
    12. Gorze
    13. Metz


28 Seiten,  flexibler Einband
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Leseprobe

WALHARI-LÄNDER
Das Sonderheft faßt die beiden Teile des Reiseberichts zusammen, die in den WALTHARI-Heften 52 und 53 erschienen sind. Erklärungsbedürftig ist die Bezeichnung ›Walthari-Land‹. Das  fränkische Epos ›Waltharii poiesis‹, das wohl im ersten Drittel des 9. Jahrhunderts im Benediktinerkloster zu Weißenburg/Elsaß niedergeschrieben wurde (ausführlich besprochen in mehreren WALTHARI-Heften), bezieht sich auf folgende Städte, Landschaften, Flüsse und Länder: 

Aquitanien (Vers 77 u.a.)
Burgund (Vers 34 u.a.)
Châlon (Vers 53) 
der Rhein (Vers 432) 
der Wasgenwald (Vers 490 u.a.)
die Donau (Vers 19)
Franken (Vers 87 u.a.)
Griechenland (Vers 729)
Irland (Vers 1132) 
Italien (Vers 1135)
Metz (Vers 644 u.a.) 
Pannonien (Vers 59 u.a.)
Sachsen (Vers 756 u.a.)
Speyer (Vers 1011)
Straßburg (Vers 1010)
Thule (Vers 1131) 
Troja (Vers 28)
Umbrien (Vers 1340)
Worms (Vers 87 u.a.).

Rund die Hälfte dieser geographischen Bezugspunkte waren bereits Gegenstand einer Reisebeschreibung in der Heftreihe. Mit Lothringen (Metz) kommt ein weiteres ›Walthari-Land‹ hinzu. Es ist nicht mein Ehrgeiz, über alle geographischen Bezugspunkte im Walthari-Epos Reiseberichte anzufertigen, doch wenn sich die Gelegenheit bietet, will ich den europaweiten Eposraum (Ceylon wird vom Dichter lediglich als symbolisch-rhetorische Formel gebraucht) weiter bereisen und beschreiben. 

Münchweiler, im Dezember 2009
Univ.-Prof. Dr. E. Dauenhauer 
Copyright by WALTHARI®. Aus: www.walthari.com


 


Sonderdruck 2008


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»Das Elsaß ist wie ein zerbrochener Spiegel.«
    Redewendung unter Elsässern

22 Seiten,  flexibler Einband
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Leseprobe

Über den Verlust einer jahrhundertealten Kultur und ihres kollektiven Gedächtnisses

Untergang einer regionalen Primärkultur. Der hochdramatische Vorgang hat sich leise aus dem alltäglichen Leben in die dunkle Geschichte geschlichen. Unwiderruflich. Eine Region deutsch-alemannischen Ursprungs kappt gerade ihre letzten Wurzeln und schmückt ihr teils aufgezwungenes, teils freiwillig angenommenes Doppelgesicht gänzlich gallisch ein. Noch vor zwanzig Jahren konnte jeder Dorfbub im Elsaß dem Fremden auf alemannisch Auskunft geben. Seit der Jahrtausendwende liegt auch die letzte Grabplatte bereit: zur Eindeckelung des elsässischen Dialekts, der als kulturelle Schatzkammer die lange Geschichte der Region aufbewahrte und wachhielt. Mit dem Verlust einer Sprache geht bekanntlich eine ganze Kultur unter. Das einfranzösisierte Elsaß hat keinen originären Zugang mehr z.B. zu seinen großen Humanisten (Jacob Wimpfeling u.a.). Es war ihm mehr als einmal sogar verboten, sich seiner deutschen Vergangenheit zu erinnern. Nun bedarf es keiner Verbote mehr. Die kulturelle Abkoppelung ist endgültig geschafft und macht staatsoffizielle Nachhilfe überflüssig.
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Jubiläums-Broschüre


 

WALTHARI-Jubiläum
 
 

25 Jahre Literaturzeitschrift
10 Jahre Netzausgabe
 
 
 
 
 
 

2008
 
 
 

(Umschlag:  Mehrfarbendruck)

 
     
       Inhalt
    • Ein seltenes Doppeljubiläum
    • Erstes WALTHARI-Heft
    • Einführungsprogramm
    • WALTHARI-Heft 5: Literatur der Pfalz und der Pfälzer
    • Dichterland? – Dichter-Land!
    • Sonderdruck: Die elsässische Doppeltragödie
    • Podiumsdiskussion anläßlich des zehnjährigen Bestehens der Literaturzeitschrift WALTHARI
    • Titelseiten (Auswahl)
    • Podiumsdiskussion zum WALTHARI-Heft 49: Literatur und Religion
    • Haupttitel der Tagebuchnotizen
    • Alphabetisches Verzeichnis der Tagebuchnotizen (Auszug)
    • Internetausgabe
    • Buchbesprechungen
    • Hinweise des Herausgebers
    • Bisher erschienene Ausgaben
    (16 Seiten im DIN-A-4-Format)

Bezug über:
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Die Jubiläums-Broschüre kann gegen eine Schutzgebühr von 2,20 Euro, worin die Versandtkosten enthalten sind,
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