Walthari
 

Sektion Lebensphilosophie


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Erich Dauenhauer
 

Weisheitliche Lebensführung

Ein Breviar für Eliten
 
 
 

3. Auflage
1999
 
 
 
 
 
 

WALTHARI

Aus dem Inhalt· 

Kann man sein Leben ›führen‹?· 
Wer ist weise?· 
Warum weisheitliche statt weise Lebensführung?· 
Ist Weisheit lehrbar?· 
Woran erkennt man den Weisheitssucher?· 
Ist Weisheit elitär?· 
Weisheitssuche anhand eines Breviars?· 
Glücksstreben· Sich einzurichten wissen· 
Sich einrhythmen· 
Einsamkeitsfähigkeit· 
Sich Farbe und Form geben· 
Das private Netz· 
Das transzendentale Dach· 
Der soziale Spiegel· 
Maximen zur Lebensweisheit· 
Verhüllte Privatheit· 
Stummberedte Freunde (Bücher)· 
Salutogenese· Innehalten

     

Direktpreis: EURO 31,00  zzgl. Versandkosten / Buchhandelspreis: EURO 46,00
290 Seiten, Fadenbindung, flexibler Einband

Link zur Leseprobe:   aus Kapitel Glücksstreben 



 
Erich Dauenhauer

Wege und Irrwege 
ins 3. Jahrtausend

Ein Breviar 
für anspruchsvolle 
Entscheider
 
 
 

7. Auflage
1999
 
 
 
 

WALTHARI

 
Aus dem Inhalt

Erste Leserunde

  • Ich-Führung 1: Glücksmanagement. Wider das Verschwinden des privaten Glücks
  • Gegenwartsbetrachtung 1: Einige Thesen zur Gegenwartsgesellschaft
  • Mitarbeiterführung 1: Distanz und Nähe
  • Schein-Alternative 1: Generalist oder Spezialist?
  • Prozeßkategorie 1: Kritische Zonen
  • Falsche Propheten 1: Ideenmonopolisten 
  • Vision 1: Der ideale Entscheider
  • Zukunftsbetrachtung 1: Thesen zur Zukunftsgesellschaft
  • Weisheitsexistentiale 1: Indirektheit
  • Gespräch mit Wenamun: An der Schwelle zum ersten vorchristlichen Jahrtausend 
  • Heikle Fälle 1: Lustknechte
  • Entscheiderbibliothek 1: Eiserne Bestände

  •  

    Direktpreis: EURO 25,50  zzgl. Versandkosten / Buchhandelspreis: EURO 38,50
    257 Seiten, Fadenbindung, flexibler Einband

    Link zur Leseprobe:  aus Kapitel  Distanz und Nähe 
     



     
    Erich Dauenhauer

    Zeitmanagement 
    für Entscheider

    Wege zur persönlichen 
    Zeitsouveränität
     
     

    3. Auflage
    1999
     
     
     
     

     WALTHARI

    Aus dem Inhalt
    • Erster Zugang zur persönlichen Zeitsouveränität: den eigenen mentalen Schutt wegräumen
    • Zweiter Zugang zur persönlichen Zeitsouveränität: Zeitfallen erkennen
    • Lebensphilosophischer Zugang zum Zeitwohlstand
    • Das Netzwerk des Zeitmanagements
    • Sortier- und Plazierungsregeln
    • Fokustechniken
    • Planungstechniken
    • Gesprächs-, Besprechungs- und Konferenztechniken
    • Abschirmtechniken
    • Info-Techniken
    • Kontrolltechniken

    •  

    Direktpreis EURO  9,50  zzgl. Versandkosten / Buchhandelspreis: EURO 12,50
    69 Seiten, flexibler Einband

    Link zur Leseprobe:  aus Kapitel Zwischenstück 
     


    Erich Dauenhauer
     

    Spannungsfeld 
    Familie und Beruf 

    Ein Breviar 
    für Führungskräfte
     
     

    1999
     
     
     

    WALTHARI

    Aus dem Inhalt
    • Ein unseliger Dualismus
    • Spannungsfeld Familie und Beruf
    • Divergierende Interessen und Anforderungen 

    • von Familie und Beruf
    • Rollenvielfalt, Rollenwahrnehmung, Rollen-»Spiele«
    • Zentrale Engpässe im Konfliktmanagement
    • Partnerkonzepte im Ensemble unterstützender Faktoren
    • Netzkonzepte als Klammer und Hilfsmittel
    • Sinnkonzepte: Bedeutung, Dimensionen, Erfolgsfaktoren
    • Vertrauenskultur: das stabilste Fundament im Spannungsfeld
    • Erwartungen und Visionen
    • Familie und Beruf als besondere Herausforderung des Zeit- und Persönlichkeitsmanagements
    • Erfüllung durch weisheitliche Lebensführung

    •  

    Direktpreis EURO  9,50  zzgl. Versandkosten / Buchhandelspreis: EURO 12,50
    55 Seiten, flexibler Einband

    Link zur Leseprobe:  aus Kapitel  Zentrale Engpässe... 
     


    Leseproben

    BWH 20 Weisheitliche Lebensführung

    (6) Gibt es ›Kategorien zum Glück‹, die kulturunspezifisch und der Conditio humana angemessen sind? Wohl diese: (a) Glück ist kein direkter Gegenstand menschlichen Strebens, sondern vor allem Begleiteffekt gelingender Lebensführung. »Man entschließt sich nicht zum Glück, wohl aber zu einer Lebensform (gr.: bios), die das Glück mit gutem Grund erwarten läßt... Deshalb läßt sich auch das Glück nicht öffentlich herstellen.« (b) Glück entspringt einer ganzheitlichen Befindlichkeit: aus einem Abgestimmtsein von Körper, Geist und Seele; möge der Körper noch so gesund und der Geist hochgebildet sein, bei seelischem Kummer will kein Glück aufkommen (und vice versa). (c) Glück hat mit der Fähigkeit zu tun, seine Erwartungen mit einem angemessenen Mitteleinsatz klug abstimmen zu können; hier greifen die Mesoteslehre (vgl. Kapitel: Aristoteles) und die Nahethik (vgl. Kapitel: Epikur sowie Kapitel: Marquard); selbstidentische Zufriedenheit kann durchaus glücklich machen. (d) Glück ist ein existentieller Reflex aus sittlichem Leben, d.h. aus der Übereinstimmung von ethischen Werten (Gerechtigkeit usw.) mit dem eigenen Handeln; Epikur: »Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden.« Gerechtigkeit steht glücksphilosophisch für Tugendhaftigkeit. (e) Glück entspringt einer Weltbildkonsistenz (vgl. Kapitel: Transzendentales Dach) in Übereinstimmung mit realistischen Selbstentfaltungszielen; wer sich für ethische Werte einsetzt, kann Glück empfinden; (f) Glück nährt sich, in Ergänzung zum guten Charakter, zum wohlwollenden Denken und zur schlüssigen Identität (vgl. oben), aus Kunsterlebnissen (ästhetische Erfahrungen); jedermann weiß: Musik z.B. kann glücklich machen. (g) Glück entfaltet sich in erfüllender Kommunikation (mit Freunden, im Forschungsdiskurs usw.). (h) Glück gedeiht auf sozialer Resonanz (vgl. Kapitel: Der soziale Spiegel); einem Olympiasieger wird Freude durch weltweite Anerkennung zuteil; ein Kind strahlt, wenn wir es aus gutem Anlaß loben. (i) So unverfügbar Glück letztlich ist und sowenig dabei das Leiden vergessen werden kann, so sehr muß es einem menschenwürdigen leben erlaubt sein, nach Glück Ausschau zu halten und etwas dafür zu tun. (j) Weniger in der Erfüllung als im Streben nach Glück und in der Erwartung auf Glück stellt sich jene Freude ein, die Menschen so notwendig zum Leben brauchen wie die Luft zum Atmen.

     Copyright by WALTHARI®

    BWH 18 Wege und Irrwege...

    Du-Seuche. In Betrieben ist man mit dem Du schnell zur Hand, auch auf Entscheiderebene und sogar zwischen Entscheidern und Mitarbeitern. Bis Ende der siebziger Jahre erwuchs ein Du aus langjähriger Arbeitsgemeinschaft oder aus Sympathie durch verwandte Denkweisen oder private Steckenpferde. Nach skandinavischem und vermeintlich angelsächsischem Vorbild hält man es für schick, in einen brüderlichen und schwesterlichen Du-Umgang ohne weitere Umstände hinüberzugleiten, ohne Rücksicht auf Altersunterschiede, Berufsstellungen und persönliche Lebensstile. Ein Sie hat häufig schon Ausschließungsfunktion (Mobbing) und bleibt für patriarchische Altentscheider reserviert. Der soziale Du-Druck kann so groß werden, daß eine Verweigerung schon als Störung des Betriebsklimas gewertet wird. Um nicht als altväterlich zu gelten, beugen sich viele Entscheider widerstandslos dem Druck oder gehen sogar in die Offensive, indem sie die Parole ausgeben: »Wir sind eine Betriebsfamilie! Und in einer Familie duzen sich alle, auch Opa und Enkel.« 

    Es ist ein verbreiteter Irrtum zu glauben, unterschiedliche Umgangsverhältnisse seien unangemessen und verstießen gegen die Gleichheit der Menschen. Sie löcken gegen die Gleichheitsideologie, gewiß, und das ist gut so, denn es ist gerade umgekehrt, als es die Nivellierungsmode glauben machen will: Verordnete oder gedankenlose soziale Einebnungen unter den Menschen (mit nun mal verschiedenen Begabungen, Leistungen, Rangpositionen usw.) gehen auf Kosten von Freiräumen, die jeder Einzelne und die Betriebe benötigen, um das effiziente Spiel zwischen Distanz und Nähe in Gang zu halten. 

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    BWH 22 Zeitmanagement...

    Auch die besten Techniken laufen ins Leere, wenn sie nicht auf einem stabilen mentalen Fundament aufruhen. Dazu gehören: keine Ausreden gelten lassen; Charakterstärke zeigen; im Rahmen der Grundsatzentscheidung auf Kurs bleiben; Fehlkalkulationen (Rentnerkalkül u.a.) ausmerzen; ein Mindestmaß an Zeitwohlstand gegenüber dem Streben nach Güter-»Wohlstand« eisern verteidigen (»Krösus« usw. darf nicht »Seneca« vertreiben); sich einen lebensweisheitlichen Bildungshintergrund verschaffen, um gelassen Verzicht üben zu können; situationsklug (phronetisch) entscheiden und handeln.
    Den »Seneca«-Schlüssel (vgl. oben) beherrscht nur, wer dieses Fundament nicht nur tief begreift, sondern auch tatkräftig baut. Verstandesentschlüsse allein sind dazu nicht in der Lage. Hinzutreten muß ein beständiges Üben und eine unerbittliche Selbstkontrolle: Warum kann ich so wenig »Nein«-sagen? Warum fällt mir der Verzicht auf »Caesar«-»Wohlstand« so schwer? usw. 
    Erst allmählich kann (vielleicht) jenes innere Gespür geweckt werden oder entstehen, ohne das keine Meisterschaft im Zeitmanagement möglich ist: es handelt sich um die Sensibilität für Zeit. Man könnte es als ein persönlichkeitstiefes Organ bezeichnen, in welchem Verstand, Vernunft, Intuition, Charakter und Wille zusammentreffen. Da offenbar nur wenige Menschen mit diesem Organ ausgestattet sind, neige ich zur Vermutung, daß Zeitsensibilität mit dem ebenfalls seltenen absoluten Gehör vergleichbar ist, mit dem man begabt sein muß, um es zu entwickeln. Doch wenigstens in Ansätzen muß es möglich sein, ein Grundgespür für Zeit zu erlernen. Worauf bezieht es sich?

    • Auf die Tageszeiten: Zeitsensible Menschen »wissen« auch ohne Uhr, was die Stunde geschlagen hat.
    • Auf das Zeitmaß: Das Organ drängt je nach Lage auf Tempoverschärfung oder -verlangsamung und empfindet Redundanzen (Leerlauf) unerträglich.
    • Auf Zeitqualität: Menschen empfinden Zeiten qualitativ verschieden; so gibt es ein Feierabend-, Sonntags-, Weihnachtsgefühl, das unser Leben spezifisch einfärbt. Zeitsensible Menschen erspüren weit feinere atmosphärische Qualitäten, so etwa beim Gesprächsablauf.
    Ein mit Zeitgespür ausgestatteter Mensch hat also eine »Nase« für Quantität, Qualität und Kairos Es muß nicht lange erläutert werden, was eine solche Sensibilität für das Zeitmanagement bedeutet. Wo andere Menschen mühsam »durchkalkülisieren«, d.h. ständig auf die Uhr schauen, von Organizern erinnert und ermahnt werden müssen, kann der mit Zeitsensibilität Begabte auf seinen Grundsinn statt auf Hilfetechniken vertrauen. Auch er kommt ohne Zeitmanagement-Techniken nicht aus, aber sie übernehmen bei ihm nicht die Funktion von Führern, sondern von Werkzeugen. 
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    BWH 24 Spannungsfeld Familie...

    5. Zentrale Engpässe im Konfliktmanagement 
    Das Feld der divergierenden Interessen und Anforderungen von Familie und Beruf ist durch fünf Engpässe gekenntzeichnet:

    • Zeitnot: Betriebszeit und Privatzeit stehen in einem Konkurrenzverhältnis, und zwar nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ, z.B. durch nachhängende Grübelzeit infolge von mitgeschleppten Betriebsproblemen, die sich als Zeitfraß erweisen.
    •  Notwendige Konsequenz: Das Zeitmanagement ist zu verbessern. 
    • Sinn-Verwerfungen: Die Gemengelage aus ›ewig‹ schlechtem Gewissen, Ohnmacht, Karrierekrisen (Angst um den Arbeitsplatz u.a.), aus einer überzogenen Unternehmensphilosophie und aus gesellschaftlichem Wertewandel erschweren jedes stabilisierende Sinnkonzept.
    • Notwendige Konsequenz: Ohne Erfüllungserfahrungen im Großen und Kleinen schmilzt jeder Lebenssinn dahin; es sind daher Sinnkonzepte zu entwickeln, die Beruf und Familie als komplementäre Einheit verstehen.
    • Kommunikationsnot: Als ein echter Notstand sowohl innerbetrieblich als auch innerfamiliär und erst recht zwischen dem Berufs- und dem Privatsektor ist die meist schwach ausgeprägte Verständigung aufs Wesentliche anzusehen, die nicht mit wortreichem Geplapper an der Oberfläche zu verwechseln ist. Selbst Konferenzen unter Managern laufen ärgerlich oft wenig redundant ab: viel Gerede mit wenig Substanz. Und zuhause?
    Nur jede sechste Führungskraft diskutiert und plant mit dem Ehepartner die gemeinsame Zukunft. Hohe Kommunikationsdefizite bestehen auch im Verhältnis zu den eigenen Kindern.
    Notwendige Konsequenz: Im Privatsektor ist die Zuwendung zu intensivieren (mehr noch emotional als zeitlich); im Beruf muß Kommunikation zielführender ausfallen.
    • Emotionalitäts-Defizite: Die Bedeutung von Gefühlswerten in Familie und Betrieb wird bei fast allen Führungskräften massiv unterschätzt. Sie sind auf rationale Entscheidungen getrimmt und haben buchstäblich wenig Ahnung von der Gefühlseinbindung menschlicher Wahrnehmungen und Erfahrungen.
    Nach den anthropologischen Erkenntnissen der Gefühlsphilosophie nehmen Emotionalität in allen Lebensbereichen den gleichen Rang ein wie Rationalität.
     Notwendige Konsequenz: Die so kostbare Vertrauens- und Kreativitätskultur ist ohne ›klimatische‹ Komponente nicht zu haben; Entscheider müssen ein Organ für Gefühlslagen entwickeln.
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